Die Drehleiter mit Korb (DLK) ist wahrscheinlich das bekannteste Fahrzeug bei den Feuerwehren. Ihre charakteristische Leiter ist sofort erkennbar. Die Leiter hat eine Länge von 30m. Die Bezeichnung 23/12 beschreibt die im Einsatz mögliche Höhe. Bei einer Ausladung zur Seite von 12m, z.B. wenn sie auf der Fahrbahn steht und über parkende Autos und den Gehweg hinweg schwenkt, erreicht sie eine Höhe von 23m. Das entspricht etwa dem 7. Obergeschoss.
Zum Einsatz kommt die DLK bei der Menschenrettung und der Brandbekämpfung. Sie stellt bei Gebäuden zwischen dem 4. und dem 7. Obergeschoss in der Regel den gesetzlich vorgeschriebenen Rettungsweg dar, muss also in jedem Ort, der über solch hohe Gebäude verfügt vorhanden sein. Bei einem Brand können mit ihr vom Feuer eingeschlossene Personen, die auf dem Balkon oder am Fenster stehen, schnell gerettet werden. Häufig muss die DLK auch ausrücken, um den Rettungsdienst zu unterstützen. Wenn eine Person nicht durch das Treppenhaus in den Rettungswagen (RTW) getragen werden kann, kommt die DLK zu Einsatz. Die Krankentrage kann mittels Gestell am Korb befestigt werden. Die erkrankte Person kann dann schonend nach unten gefahren werden.
Alternativ zur Krankentragenhalterung kann auch eine Schlauchleitung samt Strahlrohr, das so genannte Wendestrahlrohr, an ihr befestigt werden. Damit ist eine direkte Wasserabgabe möglich, wie oft im Fernsehen bei Berichten über große Brände zu sehen ist.
Die DLK ist immer mit mindestens 2 Einsatzkräften besetzt. Maximal fasst sie 3 Einsatzkräfte. Der Drehleitermaschinist sitzt dabei an der Einsatzstelle am Hauptbedienstand. Dort kann er alle Funktionen der DLK überwachen. Ein zweiter Bedienstand befindet sich direkt im Korb. Dadurch kann die Leiter punktgenau an den gewünschten Ort gesteuert werden. Für die Bedienung der DLK ist eine besondere Ausbildung notwendig. Somit ist sichergestellt, dass das Bedienpersonal die DLK in jeder Situation sicher beherrscht.
Zusätzlich zu Schläuchen, Strahlrohren, Atemschutzgeräten und Werkzeug aller Art führt die DLK der Freiwilligen Feuerwehr Sömmerda besondere Ausrüstung mit. Dies ist zum Einen ein großer Ventilator, der durch einen Verbrennungsmotor angetrieben wird. Mit dessen Hilfe können verrauchte Räume schnell wieder rauchfrei gemacht werden. Zum Anderen wird ein so genanntes Tierhebegerät mitgeführt. Damit können Pferde oder Rinder angehoben werden, wenn sie in Gruben oder ähnlichem feststecken.